Wir erweitern unsere Alltagsrealität regelmässig mithilfe digitaler Technologien – und die meisten von uns tun dies, ohne es zu bemerken. Mit künstlicher Intelligenz kann diese Erweiterung so aussehen: Wir kommunizieren mit einer KI ähnlich wie mit einem anderen Menschen. Indem die KI verschiedene Rollen übernimmt, lässt sich mit ihr üben, was sonst schwer zu üben ist – ein schwieriges Gespräch etwa oder eine fremde Sprache. Immersive Technologien wie Virtual Reality gehen weiter: Sie versetzen uns in Umgebungen, in denen wir handeln können, ohne dass Fehler Folgen haben.
Ich entwickle solche Anwendungen und untersuche empirisch, ob sie halten, was sie versprechen. Entstanden sind daraus unter anderem ein Mixed-Reality-Simulator, in dem Lehrpersonen den Umgang mit Unterrichtsstörungen trainieren, KI-basierte Gesprächspartner zur Förderung kommunikativer Teilhabe und eine immersive virtuelle Realität zur Förderung des Wohlbefindens. Alle drei wurden gemeinsam mit ihren Zielgruppen erprobt.
Dieses Wissen gebe ich weiter: in der Lehre an Hochschulen, in Referaten und Workshops für Lehrpersonen, Schulleitungen und Fachleute in der Beratung sowie in der Zusammenarbeit mit Institutionen, die digitale Lernformate entwickeln. Was dabei zählt, ist nicht die Technologie, sondern die Frage, ob am Ende jemand etwas gelernt hat.



